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Nils Herrschaft, Betriebsleiter
Feuerbestattungen
Hildesheim |
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„Meine erste Begegnung mit dem Tod hatte ich, als die Mutter meiner Frau starb. Die ganze Familie war anwesend, als sie vom Leben zum Tod überging. Das hat mich sehr bewegt.
Manches, was wir hier zu sehen bekommen, geht an die Nieren – persönliche und traurige Schicksale. Das perlt nicht einfach ab. Deshalb werden Mitarbeiter hier gut auf ihre Aufgaben vorbereitet. Sie machen, bevor Sie sich für die Arbeitsstelle hier entscheiden, einmal alles mit – von der Annahme des Sarges über die ärztliche Untersuchung bis hin zur Einäscherung. Das ist sinnvoll, denn was man hier sieht, ist nicht jedermanns Sache. Man braucht eine persönliche Stabilität. Ich selbst fühle mich durch die Arbeit hier bereichert. Ich fühle mich den Aufgaben gewachsen und habe ein Gespür dafür entwickelt, was Trauernde brauchen.
Feuerbestattungen Hildesheim wurde 2006 erbaut. Das moderne und einladende Gebäude hat einen offenen Eingangsbereich und ein Café für das Treffen und Verweilen der Angehörigen nach der Feier. Es liegt auf einem großzügigen Grundstück mit Teich und viel Grün. |
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Wir haben einen Premium Kundenservice aufgebaut. Der letzte Moment soll in guter Erinnerung bleiben. Die Angehörigen bekommen Zeit und Ruhe, den Abschied ganz individuell zu gestalten.
Zudem haben wir Rituale eingeführt, die die Atmosphäre hier mitprägen. Beispielsweise halten Mitarbeiter jeder für sich täglich eine Gedenkminute für diejenigen ab, die allein sterben. Bei denen die Bestattung nur noch abgewickelt wird und von deren persönlichem Schicksal niemand mehr Notiz nimmt.
Feuerbestattungen nehmen immer mehr zu. Die Bestattungskultur hat sich im Laufe dieser Jahre völlig verändert, man geht heute unverkrampfter mit dem Thema Tod um. In der Wahl des Sarges, der Urne und in der Trauerfeier drückt sich zum letzten Mal die Persönlichkeit des Verstorbenen aus. So wie der Mensch gelebt hat, so geht er auch. Deshalb ist jede Bestattung anders. Unsere Motivation ist, jeden Abschied so authentisch und stimmungsvoll wie irgend möglich zu gestalten.“ |
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